Jan
30

DasPinkeZimmer mag… Snoepjes!

Mit »DasPinkeZimmer mag…« möchten wir Euch Labels vorstellen, die genau wie wir mit Freude und Leidenschaft daran arbeiten, Ihren Traum zu verwirklichen. Ihre originellen Produkte passen super zu unseren bezaubernden Kleidern und sind mit eben so viel Liebe hergestellt. Schaut selbst! Den Anfang macht Yvette Kuth von „Snoepjes“ aus Düsseldorf.

Erzähl uns doch bitte, was für ein Produkt sich hinter dem Namen „Snoepjes“ versteckt.

 

Yvette: Snoepjesbedeutet „Süßes“ oder „Leckerei“ auf Niederländisch. Wir sind also ein Bonbonladen und stellen eine ganz spezielle Art von Bonbons und Lollies her. Rock-Bonbons oder auch „Rocks“ genannt sind kleine Kunstwerke mit Motiven darin.

Was macht Euer Produkt so besonders?

Yvette: Unsere „Rocks“ werden in Handarbeit gefertigt. Wir benutzen hochwertige Aromen und Farben, was die Bonbons leuchten und durch die viele eingearbeitete Luft crunchig frisch im Mund zergehen lässt. Eine Fertigung in dieser Qualität ist in größeren Mengen maschinell nicht möglich, da die Maschinen die mühsam gelegten Motive zerstören würden. Dass wir mit weniger Masse und ohne Maschinen arbeiten, erlaubt uns außerdem eine filigrane Umsetzung der Motive. Brilliante Farben und Aromen, die auch für die gehobene Patisserie verwendet werden, tragen ihr Übriges zu einem Produkt bei, dass sich als Bonbon-Delikatesse sehen und genießen lassen kann. Mit „MySnoepjes“ bieten wir darüber hinaus ein individuelles „Logo-Rock“ an, in welches wir Namen und Texte, individuelle Motive, Firmenlogos oder Ähnliches nach Wunsch einarbeiten. Natürlich im Wunsch-Aroma und mit frei wählbaren Farben.

Hast Du ein spezielles Handwerk gelernt, oder bist Du Quereinsteiger?

Yvette: Zuckerbäcker oder auch Bonbonkocher ist heutzutage kein Handwerksberuf mehr sondern geht aus einem Studium der Lebensmittel-Technologie mit Fachrichtung Zucker (1% der Studenten) statt Schokolade hervor. Im Studium wird auf die Herstellung von Bonbons und die Existenz von „Rocks“ zwar kurz eingegangen, das Herstellen von Rocks in dieser Weise erlernen zu wollen wäre jedoch absurd.

Die Abstimmung, Herstellung und Zusammenstellung der einzelnen Motive, Farben und Aromen ist reine Konzeptarbeit. Ich habe mir die Fertigkeiten des Handwerks alle jeweils einzeln vorgenommen und verbessert und zahllose Lieferanten für Rohstoffe und Verpackungen ausprobiert, bis das Konzept vor zweieinhalb Jahren in einem marktreifen Zustand war.

 

Wie wird Dein Produkt hergestellt und was genau ist das Wichtigste dabei?

 

Yvette: Wir kochen Zucker, Glucose und Wasser auf, bis kaum noch Wasser da ist. Dann gießen wir die entstandene Masse auf einer Kühlplatte herunter und färben verschiedene Teile unterschiedlich bunt ein. Auf einer Wärmeplatte kneten wir dann die einzelnen notwenigen Puzzleteile zurecht und bauen so ein großes „Rock-Bonbon“, von dem wir dann an einer Seite einzelne Stränge abziehen. Nach Erkalten können diese zu „Rock-Bonbons“ gehackt werden, wie wir auf unserer Webseite auch zeigen.

 

Was war die größten Herausforderung, die Du mit Snopjes bisher meistern musstest?

 

Yvette: Wir haben es als Lebensmittel verarbeitender Betrieb mit der Berufsgenossenschaft, der IHK, der Lebensmittel-Aufsicht, dem Gewerbeamt, der Bauaufsicht und dem Umweltamt zu tun. Auflagen für Inhalts- und Zusatzstoffe können ganze Zimmerwände füllen. Das glaubt man gar nicht.

Zudem muss man beim Üben natürlich immer eine gewissen Frustrationstoleranz mitbringen, mal sind die Bonbons schön aber nicht lecker, mal sind sie lecker aber nicht schön. Es braucht jahrelange Übung, um diese Qualität zu erreichen, die sich ein Kunde wünscht. Inzwischen können wir auch sehr komplizierte Motive filigran umsetzen, wovon man sich auf unserer Facebook-Seite überzeugen kann.

Darüber hinaus war es oft schwer, ohne Kita-Platz eine neue Firma zu gründen (mein Sohn war keine drei Jahre alt und hatte keinen Anspruch auf einen Kita-Platz bzw. Hartz IV-Empfänger werden Selbständigen hier vorgezogen). Hoch gelobt sei da unsere Tagesmutter. Man ist also von Beginn an auf zusätzliche Mitarbeiter angewiesen, die natürlich gerade am Anfang einen echten Kostenfaktor darstellen.

Was ist Deine Vision/ Dein Wunsch für Dein Label oder Deinen Laden?

Yvette: Snoepjes für noch mehr große und kleine Fans!

 

Fotos: Inga Otto
Styling: DasPinkeZimmer
Make-Up: Nele Rumbohm
Hair: Susanna Jonas
Lollies: Snoepjes